Investitur der Schweizerischen Statthalterei 2021

Einladung nach Bern!

Die Komturei Bern ist Gastgeberin für die Investitur 2021, wir freuen uns darauf, einen würdigen und schönen Anlass zu gestalten. Allerdings hat die Corona-Situation das Organisationskomitee in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen im Statthaltereirat und in der Deutschschweizerischen Sektion zum Entschluss geführt, die Investitur in einem kleineren Rahmen durchzuführen. Sowohl die Vigilfeier als auch die feierliche Investitur mit Pontifikalamt werden am Samstag, 5. Juni 2021 in der Basilika Dreifaltigkeit in Bern stattfinden, dies ausschliesslich für die Kandidatinnen und Kandidaten und zu investierenden Consorores und Confratres sowie ihre Investitur-Patinnen und -Paten. Familienmitglieder der Teilnehmenden sowie die anderen Mitglieder der Schweizerischen Statthalterei werden an den Feierlichkeiten per Live-Stream im Internet dabei sein können. Die statutarische Kapitelsitzung 2021 wird auf dem Schriftweg durchgeführt, so dass die Teilnahme für alle Ordensmitglieder sichergestellt ist.

Katholisch Bern

Wir laden Sie herzlich dazu ein, für einen Moment in Gedanken durch die Kirchenlandschaft Berns zu spazieren: Im Reformationsjahr 1528 nahmen Stadt und Kanton Bern den neuen evangelisch-reformierten Glauben an, für lange Zeit gab es hier kein katholisches Leben. Erst im Jahr 1799 konnte im Berner Münster erstmals wieder eine Eucharistiefeier stattfinden, dies auf Begehren katholischer Mitglieder der Helvetischen Republik. Nach dem Ende der Helvetik war der Weg der Katholiken steinig, aber stetig, und als dem Kanton Bern nach dem Wiener Kongress 1815 der Jura zugesprochen wurde, wurden die dortigen katholischen Pfarreien staatlich anerkannt – nun gab es also auch katholische Gläubige im reformierten Kanton Bern! In einem Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und den Kantonen Luzern, Bern, Solothurn und Zug wurde das Bistum Basel 1824 neu umschrieben. Vorerst gehörte der «neue» katholische Teil des Kantons Bern dazu, 1864 regelte dann eine Übereinkunft des Heiligen Stuhls mit Bern auch die Zugehörigkeit des alten Kantonsteils. 1874 konnten die Stadtberner Gläubigen ihre erste Kirche, St. Peter und Paul, einweihen; allerdings mussten sie diese in den Wirren des Kulturkampfs an die Christkatholiken abtreten. Artikel 84 der Staatsverfassung von 1893 sprach dann der evangelisch-reformierten, der römisch-katholischen und der christkatholischen Kirche je die öffentlich-rechtliche Anerkennung zu. 1899 konnten die Katholiken der Stadt Bern die neu erbaute Dreifaltigkeitskirche beziehen. Heute gibt es in der Stadt und Region Bern 15 Pfarreien.  

Zusammenleben

In Bern hat man, wie der kurze Blick in die Konfessionsgeschichte zeigt, gelernt, einander zu achten, die Glaubenspraxis der andern zu respektieren, eine friedliche Nachbarschaft anzustreben. Ökumene zwischen den christlichen Kirchen ist ein Teil des Glaubensalltags. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Zusammenleben ausgeweitet in einen interreligiösen Dialog. Angehörige anderer Religionen sollen Orte des Glaubens haben und diesen praktizieren dürfen. Mit dem Bau des Hauses der Religionen ist in der Stadt Bern ein Zeichen gesetzt worden: Seit 2015 haben hier Hindus, Muslime, Christen, Aleviten und Buddhisten je eigene Religionsräume, Juden, Bahá’í und Sikhs beteiligen sich an den Programmen.

Die röm.-kath. Weltkirche in Bern

Wer in Bern katholisch ist, gehört zu einer multikulturellen Gemeinschaft: In den Kirchen der Stadt und Region werden Gottesdienste auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Kroatisch, Lateinisch, Ukrainisch, Tamilisch, Polnisch, Vietnamesisch, Philippinisch, Albanisch, Eritreisch, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch, Ungarisch gefeiert. Die Vertretung des Apostolischen Stuhls, die Nuntiatura Apostolica, befindet sich im Osten der Stadt. Wer je an einem der jährlich stattfindenden Marienfeste teilnahm, weiss um die Vielfältigkeit, die Farbigkeit, die Innigkeit solcher gemeinsamer Gottesdienste und Feiern.

Die Investitur in Bern

Die letzte Investitur in der Bundesstadt fand 2007 statt, sie ist den damaligen Teilnehmenden in bester Erinnerung und dem heutigen Organisationskomitee gutes Beispiel und ehrenhafter Auftrag zugleich: Wenn auch in einfacherer, der Corona-Situation angepasster Form, soll doch der 5. Juni für die Kandidatinnen und Kandidaten, welche in den Orden aufgenommen werden, bzw. die zu investierenden Consorores und Confratres ein ganz besonderer Tag sein.

Das Programm

Beim Verfassen dieses Textes (Februar 2021) dürfen im Kanton Bern an einem Gottesdienst höchstens 50 Personen teilnehmen. Deshalb ist vorgesehen, die zu investierenden Personen und ihre Patinnen und Paten für die Investiturfeierlichkeiten in zwei Gruppen aufzuteilen. Für die Gruppe I finden am Samstagmorgen die Vigilfeier und die Investitur mit Pontifikalamt in der Basilika Dreifaltigkeit statt, anschliessend trifft man sich im Casino Bern zu einem Lunch. Für die Gruppe II sind die Vigilfeier und die Investitur mit Pontifikalamt am Nachmittag vorgesehen, ebenfalls gefolgt von einem gemeinsamen Essen im Casino. Eine optimistische Variante geht davon aus, dass im Juni an den Gottesdiensten im Kanton Bern mehr als 50 Personen teilnehmen dürfen: In diesem Fall würden für alle Anwesenden die Vigilfeier am Morgen und die Investitur mit Pontifikalamt am Nachmittag stattfinden, die Mittagspause wäre ein Lunch im Casino.

Vorfreude!

Wir freuen uns von Herzen, alle Kandidierenden und ihre Patinnen und Paten in Bern persönlich begrüssen zu dürfen und allen Familienangehörigen und Ordensmitgliedern die Teilnahme an den feierlichen Gottesdiensten per Live-Stream zu ermöglichen. Ob live oder im Internet: Härzlech willkomme z’Bärn!

Für das Organisationskomitee:

Marie-Louise Beyeler, Komtureipräsidentin

Februar 2021

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