Nach der Gründung der Schweizerischen Statthalterei am 12. April 1950, wurde auf Wunsch der beiden Bischöfe Angelo Jelmini (Lugano) und François Charrière (Fribourg) die Statthalterei in drei Sektionen unterteilt. Man wollte damit der Identität und den kulturellen Besonderheiten der drei Sprachgruppen gebührend Beachtung schenken. Der Großprior, Bischof Dr. Josephus Meile, billigte dies allerdings nur unter der Bedingung, daß die deutschschweizerische Sektion direkt dem Statthaltereirat unterstellt blieb, während die Section romande und die Sezione della Svizzera italiana je einen selbständigen Sektionsrat erhielten.

 

Von 1951 bis 1963 wurde daher die Deutschschweizerische Sektion vom Statthalter Dr. Hans Schnyder von Wartensee in Personalunion geleitet. Auch die Aufgabe des Priors blieb bis 1963 beim Großprior, Bischof Dr. Josephus Meile. Die finanziellen Angelegenheiten der Sektion wurden durch den Statthaltereirat besorgt.

 

1963 erhielt auch die Deutschschweizerische Sektion einen Sektionsrat, dessen erster Präsident Jakob Siegmann war. Erster Prior wurde Bischof Dr. Josephus Hasler. Eine eigene Rechnungsführung wurde der Sektion erst unter Statthalter Marcel Krügel (1969-1973) zugebilligt.

 

Die Deutschschweizerische Sektion zählt heute (2010) ß197 Mitlieder, davon 159 Ritter und 38 Damen. Sie umfaßt sieben Komtureien: Basel-Tierstein, Bern, Churrätien, Solothurn, St. Gallen, Waldstätte und Zürich.

 

Der Sektionsrat besteht aus dem Sektionspräsidenten, dem Sektionsprior als geistlichem Leiter, der dem Priesterstand angehört, dem Sekretär, dem Schatzmeister sowie den sieben Komtureipräsidenten als Beiräte.

 

Der Rat der Sektion versammelt sich zweimal im Jahr, um die Belange der Sektion zu beraten und die nötigen Beschlüsse zu fassen. Dabei werden die Programme der einzelnen Komtureien besprochen und zeitlich koordiniert.

 

Zu den Aufgaben der Sektion gehören unter anderem die Bearbeitung und Weiterleitung von Aufnahme- und Beförderungsgesuchen; das Inkasso, die Buchführung und Weiterleitung von Spenden und Offerten an die Statthalterei; die Erledigung der vom Statthalter zugeteilten Aufgaben sowie das Einbringen von Anliegen aus den Komtureien in den Statthaltereirat. Der Sektionspräsident ist Mitglied des Statthaltereirates.

 

Jährlich im Oktober, am Tag der Ordensjahrzeit, findet in Beromünster das Kapitel der Sektion statt, die Jahresversammlung gemäß schweizerischem Vereinsrecht, mit den statutarischen Traktanden.

 

Jeweils im Spätherbst, Anfang November fand früher in der ehemaligen Propstei Wislikofen heute im Solothurnischen Mariastein die dreitägigen Einkehrtage  unter der spirituellen Leitung des Sektionspriors statt. Meist werden dazu renommierte externe Referenten eingeladen.

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