Weit mehr als hundert Schweizer Ritter und Damen machten sich am 16. Juni nach Salzburg auf, um die Investitur 2017 zusammen mit den österreichischen Ordensschwestern und -brüdern in der Residenzstadt der Fürsterzbischöfe zu feiern.

 

Die gemeinsame Investitur vom 16.-18. Juni 2017 der Statthaltereien der Schweiz und von Österreich ist Vergangenheit. In Erinnerung bleiben wird diese Investitur in Salzburg mit stimmungsvollen Bildern von prächtigen Orten und würdevollen Zeremonien, zahlreichen Begegnungen mit Freunden und unbekannten Ordensmitgliedern sowie einer sehr guten Organisation. Eine Auswahl von Bildern der offiziellen Foto-CD sowie weiteren Aufnahmen finden Sie in der Fotogalerie (nur für registrierte Mitglieder).

Il 16 giugno scorso e' stato per me un giorno indimenticabile: assieme ad altri candidati delle Luogotenenze di Svizzera e di Austria, ho partecipato alle cerimonie di investitura a Cavaliere dell'Ordine Equestre del Santo Sepolcro di Gerusalemme a Salisburgo.

 

Als Historiker und Geschichtslehrer am Gymnasium Kloster Disentis beschäftige ich mich dem Lehrplan gemäss jeweils auf der Unterstufe mit den Kreuzzügen. Ich weise im Unterricht darauf hin, dass die Kreuzzüge eine Reaktion auf die gewaltsame Ausbreitung von muslimischen Seldschuken waren, die auch das byzantinische Reich bedrängten und die heiligen Stätten der Christen in Besitz nahmen. Die einseitige Darstellung in vielen Geschichtsbüchern, dass die Kreuzzüge eine Aggression seitens des Abendlandes waren, muss man relativieren. Das Thema ist brandaktuell. Gerade in heutiger Zeit, in der sich leider IS-Anschläge immer mehr häufen, stellt sich bei den Schülern, aber auch bei mir die brennende Frage, wie man diesem beispiellosen Terror überall auf der Welt begegnen soll.

 

Zwei Länder - eine Investitur:
Berichte doch, und sei nicht stur !
Kommt der Wunsch auch etwas spät,
tu ich das mit Pietät.
Denn auch so - im Nachhinein -
fällt mir Vieles wieder ein.

 

Freitag, 16. Juni 2017, Vigilfeier

1. Im Herzen der zerstreuten Stadt, inmitten von Häusern und Büros, in denen
das Schicksal der Geschäfte und des Handels entschieden wird, im Flimmern
der Lichter der Zerstreuung und der Unterhaltung, bewegte sich ein
eigenartiger Zug, würdig und ernst, um gemeinsam zu diesem Moment der
Stille zu gelangen, Moment des Hörens, der Meditation und des Betens, mit
dem Ziel, sich dienend zu finden im Ritterorden des Heiligen Grabes zu
Jerusalem.