Freitag, 16. Juni 2017, Vigilfeier

1. Im Herzen der zerstreuten Stadt, inmitten von Häusern und Büros, in denen
das Schicksal der Geschäfte und des Handels entschieden wird, im Flimmern
der Lichter der Zerstreuung und der Unterhaltung, bewegte sich ein
eigenartiger Zug, würdig und ernst, um gemeinsam zu diesem Moment der
Stille zu gelangen, Moment des Hörens, der Meditation und des Betens, mit
dem Ziel, sich dienend zu finden im Ritterorden des Heiligen Grabes zu
Jerusalem.

 

Die Kostüme und die Choreographie können antiquiert erscheinen, aber
Absicht und Inhalt sind mehr als zeitgemäss und aktuell. Schon die Tatsache,
sich im Gebet zu sammeln, ist Ausdruck tiefer Werte, ist Ausdruck des
Glaubens, Zeugnis der Hoffnung und Demonstration einer Liebe, die über die
menschliche Dimension hinausweist.

Sie bedeutet das Bewusstwerden der tiefen und geheimnisvollen Wirklichkeit
des Menschen; sie zeigt unser Wissen, Triebe der einen Rebe zu sein, die
Christus ist; Triebe die leben wollen, eingefügt in die reiche Lymphe, die die
Liebe der göttlichen Dreifaltigkeit ist: des Vaters, des Sohnes und des
Heiligen Geistes.


2. In diesem Sinne sind wir zu dieser Vigilfeier eingeladen.

“Wachen” heisst nicht nur, wach zu sein, sondern Teil eines Umfeldes zu
sein, das uns betrifft, das uns vereinnahmt; Teil einer Geschichte zu sein, die
uns teilhaftig und aufmerksam will.
“Wachen” bedeutet, auf die zentrale Bedeutung unserer Geschichte
fokussiert zu sein: Gott liebt uns, Gott ist mit uns barmherzig.

“Wachen” heisst Freiheit, heisst zur-Verfügung-stehen, heisst sich-eingeben;
heisst Fähigkeit zur Kontemplation, bedeutet gesunde Urteilskraft.

“Wachen” heisst zuhören können, aufmerksam und empfänglich sein. Wir
leben in einer lauten Welt, voller Geschwätz, in der bedeutungslose Worte zu
Worthülsen werden; wir brauchen Stille, nicht Leere, sondern Stille als
einzige Möglichkeit, um echte Worte hören zu können, um das WORT als
Suche und Gegenwart Gottes empfangen zu können, das WORT als Licht für
unsere Schritte zu sehen, als Gebet und Anrufung für unsere Verletzlichkeit
und unsere Ahnungslosigkeit.

Die Liturgie kennt zwei grosse Wachen: an Ostern und an Pfingsten, aber die
Frömmigkeit der Christen hat andere hinzugefügt, wann immer sich andere
Notwendigkeiten des Gebetes ergeben.

Für uns ist einer dieser Momente die jährliche Aufnahme neuer Mitglieder,
die für alle zur Gelegnheit wird, in Stille zu meditieren, zu hören und zu beten.


3. Der Reichtum und die Tiefe der gelesenen Bibeltexte brauchen weniger
erklärende Worte, als eher ein stilles Zuhören, damit sie in uns widerhallen.

Wir wollen uns nicht von der Originalität der Riten ablenken lassen, sondern
wir versuchen uns in die Texte hineinzusenken, sie in unserem Innern
aufzunehmen, sie in unserem Gewissen einwohnen zu lassen, auf dass uns
bewusst werde, welche Aufgabe wir als Mitglieder des Ritterordens des
Heiligen Grabes tatsächlich erhalten oder schon erhalten haben.

Es geht beim Heiligen Grab nicht so sehr um einen Ort, sondern um das
Andenken an ein tatsächliches Geschehnis, das den Lauf der Geschichte
verändert hat und zum herausragenden Merkmal eines Glaubens, einer
Kultur und einer Zivilasition geworden ist. Das Evangelium hat uns daran
erinnert und wir haben unser Herz an diese Tatsache gebunden.

Sie (= diese Tatsache) ist im Zeichen unseres Ordens zusammengefasst:

  • im Kreuz von Jerusalem, das auf unseren Mantel geprägt ist,
  • im Kreuz, das Zeichen der fünf Wunden Jesu’ ist;
  • im Kreuz, das uns sagt, wie uns Gott geliebt hat, wie er am Kreuz für
    uns gestorben ist.
  • Gleichzeitig sagt es uns auch, dass der Herr nicht im Grab
    zurückgehalten werden kann.

 

0370 Investitur 2017

 

Wir sind eigentlich Ritter eines leeren Grabes, aber Zeugen einer Liebe, die
immer gegenwärtig ist, die die Welt erfüllen soll. Die Furcht der Frauen am
Grab soll sich in Staunen, in Zustimmung und in Anbetung wandeln.

Gott hat die Welt nicht verlassen, er will vielmehr (Deus lo vult) dass wir diese
Welt durchschreiten und Ritter seiner Botschaft der Auferstehung und der
Liebe sind. Dazu verpflichtet uns der Eid, den wir heute Abend leisten, oder
erneuern: Ritter der Liebe Gottes für die Welt zu sein.



4. Schwestern und Brüder, in unserer Schlacht müssen wir uns nicht einem
schwächlichen Feind stellen, sondern den Kräften, die nach wie vor die
Menschheit bedrohen. Es sind die Kräfte des Bösen die immer wieder
versuchen, diese Welt zu dominieren, obwohl sie von Christus durch sein
Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung schon bezwungen worden sind.
Wir sind aufgefordert, immer bereit und stark zu sein, um den Bedrohungen
des heutigen Bösen, der heutigen “schlechten Tage”, gegenüberzutreten. Es
handelt sich dabei nicht um einen Pessimismus, sondern um eine realistische
Beschreibung: der neue Mensch, der durch die Taufe neu geboren wurde,
wird immer wieder neu bedroht, die Umsetzung seiner Werte wird behindert,
seine Ideale werden zerstört. Wir sind aufgefordert, diesen Glaubenskampf
auszufechten. Dazu müssen wir “stark im Herrn sein”.

Damen und Ritter des Ordens des Heiligen Grabes zu sein, bedeutet, sich
dessen bewusst zu werden sich immer und immer wieder in diesen Kampf
gegen das Böse einzubringen.

“Werdet stark in dem Herrn” (Ephesuer 6,10) ist die erste Einladung dazu, die
erste Bedingung, um Dame oder Ritter des Heiligen Grabes zu werden. Wir
sollen dazu keine anderen prioritären Motive haben, ausser des Glaubens,
der stark, tief, erleuchtet und konstant sein soll.

 

0412 Investitur 2017



5. Dazu hat uns der Apostel Paulus eingeladen, die Waffen Gottes anzuziehen.
Im Brief an die Epheser (Epheser 6 10-20) erinnert uns Paulus, welches diese
Waffen der Christen, und somit umsomehr der Ritter und der Damen des
Ordens des Heiligen Grabes in Jerusalem sind.

Die Waffen der Christen widerspiegeln das militärische Rüstzeug zu Paulus’
Zeiten: Gürtel, Stiefel, Verteidigungs-Waffen (Harnisch, Panzer, Schild, Helm)
und Angriffs-Waffen (Schwert). Von jeder Waffe wird der symbolische Gehalt
und das Ziel gegeben:

  • der Gürtel bedeutet die Wahrheit;
  • der Panzer ist die Gerechtigkeit;
  • die gestiefelten Beine heissen, dass der Christ bereit zum Aufbruch ist,
    als Botschafter des Evangeliums und als Botschafter des Friedens;
  • der Glauben ist durch den Schild dargestellt, auf dem alle Pfeile des
    Bösen abprallen.
  • Der Helm versichert uns des Heils, indem er den verletzlichsten Teils
    des Soldaten schützt;
  • das Schwert, schliesslich, bedeutet – als einzige Angriffswaffe in dieser
    Liste – den Geist, das heisst das Wort Gottes. Dies ist unsere einzige
    offensive Waffe.

    Meine lieben Brüder und Schwestern im Herrn.
    Wozu dienen Gottes Waffen?
  • Sicherlich, um gegen die Kräfte des Bösen zu kämpfen, das Heilige
    Grab zu schützen;
  • dies aber um den Frieden zu bringen,
  • um mit eurem Leben und eurem Zeugnis, mit eurer Unterstützung und
    eurem Schutz des Heiligen Landes, ein Reich des Friedens im Leben
    und in der Geschichten eines jeden von euch zu errichten;
  • aber vorallem, um voranzutragen, dass sich in diesem geprüften und
    umkämpften Land eine Welt der Wahrheit, der Gerechtigkeit und des
    Friedens einstelle.

 

Unsere Patronin, die Heilige Frau von Palästina, schütze und behüte uns.


S.E. Bischof em. Pier Giacomo Grampa, Großprior der Statthalterei Schweiz

 

 

Samstag, 17. Juni 2017, Investiturfeier und Pontifikalamt

 
Unser Ordensmantel
 
Eminenz, Exzellenzen,
verehrte Damen und Ritter unseres Ordens,
liebe Kandidatin und Kandidaten mit Paten, Verwandten und
Freunden, festlich Versammelte!

 

  • Der weiße/schwarze Mantel

Die kleine Franziska erlebt das erste Mal eine Trauung. Sie ist
beeindruckt  von  dem  wunderschönen  Brautkleid.  Neugierig
fragt sie ihre Mutter: „Du, Mutti, warum hat die Braut ein wei-
ßes  Kleid  an?“  Die  Mutter  antwortet:  „Weil  die  Braut  heute
sehr  glücklich  ist  und  weil  Weiß  die  Farbe  der  Freude  ist.“
„Und warum ist dann der Anzug des Bräutigams schwarz?“  
 
Nun, das Mädchen hat eigentlich richtig gefragt: Schwarz ist
zunächst die Farbe der Trauer, die Farbe des Todes und der
Finsternis. Es ist allerdings nicht anzunehmen, dass der Bräuti-
gam in Trauer zur seiner Hochzeit geht. Schwarz ist in unserer
Kultur auch die Farbe des Festes, die Farbe der Feierlichkeit.  
Eigentlich kennen wir Weiß als die Farbe der Freude. Die war
aber  ursprünglich  die  Farbe  der  Armut,  der  Buße.  Denn  ge-
färbte  Wolle,  also  schwarze  bzw.  dunkelblaue  konnten  sich
arme Leute nicht leisten. Deshalb hat ein hl. Norbert von Xan-
ten  die  Farbe  Weiß  als  Ordensgewand  gewählt;  es  war  vor
allem ein Bußkleid; ein Zeichen der Armut.  
 
Weiß ist dann aber vor allem die Farbe der Freude – ganz be-
sonders in der heiligen Liturgie. Viele biblische Stellen erwäh-
nen  die  Farbe  Weiß  und  weisen  hin  auf  den  Charakter  der
Festlichkeit  und  der  Freude.  So  schreibt  ein  Clemens  von
Alexandrien  in  seinem  dritten  Buch  Paidagogós:  „Für  Men-
schen, die den Frieden und das Licht lieben, ist weiß die pas-
sende Farbe“ (Paidagogós, III, 54,2).  
Und deshalb, meine liebe Kandidatin und Kandidaten, tragt
auch Ihr einen weißen bzw. schwarzen Mantel, was hier nicht
heißt, dass die Frauen reicher wären als die Männer. Wie ge-
sagt, beide Farben, weiß und schwarz, sind Farben des Fes-
tes.

 

Was gibt es zu feiern?

Wir feiern in großer Dankbarkeit und Freude die Auferstehung
Christi.  Eigentlich  können  wir  es  nicht  wirklich  begreifen,
höchstens erahnen, was es heißt, dass Christus von den Toten
erstanden  ist.  Wir  können  dieses  Mysterium  nur  feiern  –  und
das  nicht  nur  zu  Ostern.  Jeden  Tag  sollten  wir  dieses  Ge-
heimnis zelebrieren. Vor allem natürlich in der heiligen Mes-
se, in der wir Tod und Auferstehung Christi feiern. Auch könn-
ten wir jeden Tag ein Dankgebet sprechen oder ein Osterlied
singen:  „Freu  dich, erlöste  Christenheit, freu dich  und  singe,
der Heiland ist erstanden heut, Halleluja. Sing fröhlich: Halle-
luja“.  Wir  könnten  auch  täglich  ein  Glas  Wein  trinken  aus
Freude  darüber,  dass  Christus  auferstanden  ist.  Übrigens,
wenn man mit einem Glas Wein anstoßen möchte, greift man
es mit spitzen Fingern am Fuß und fasst nicht mit der Hand um
den Glasbauch. Andernfalls wird das Klingen beim Anstoßen
beeinträchtigt  und  oftmals  auch  der  Glanz  des  Glases  ge-
trübt. Es gibt Geheimnisse, wie eben die Auferstehung, die ih-
ren Glanz und ihren Klang verlieren, wenn man sie unbedingt
„begreifen“  will.  Man  kann  sich  ihnen  einzig  vorsichtig  tas-
tend annähern.  
„Et resurrexit tertia die“ – „ist am dritten Tage auferstanden“
wird  der  Chor  gleich  im  Credo  singen.  Es  ist  für  mich  der
wichtigste  Satz  in  unserem  Glaubensbekenntnis,  dargestellt
auch hier im Salzburger Dom am Hochaltarbild.  
Durch die Auferstehung hat Christus den Tod bezwungen. Der
Tod ist nicht das Ende dieses irdischen Lebens. Es gibt ein Le-
ben  nach  dem  Tod,  ein  ewiges  Leben.  Das  hat  gewaltige 3
Konsequenzen  für  unser  Hier  und  Jetzt:  Wir  sollen  uns  nicht
stressen  und  meinen,  wir  müssten  hier  auf  dieser  Erde  alles
Glück  dieser  Welt  mit  Ellbogentechnik  herauspowern.  Der
Auferstehungsglaube macht uns frei von der Angst um unser
Ich. Er öffnet unser Herz für die anderen. Wenn ich also daran
glauben  darf,  dass  es  nach  dem  Tod  ein  Leben  in  ewigem
Glück  geben  wird,  dann  werde  ich  ruhiger  und  gelassener.
Der  Auferstehungsglaube  solidarisiert,  tröstet,  gibt  mir  Hoff-
nung auf ein Leben in ewiger Freude ohne Schmerz und Leid.
Diese Botschaft, meine Lieben, müssen wir der Welt weitersa-
gen – vor allem durch unser Leben.  

 

0715 Investitur 2017


 
Für den Ordensgründer der Prämonstratenser, den hl. Norbert
von Xanten, war Weiß auch die Farbe der Auferstehungsen-
gel, die beim leeren Grab Jesu in weißen, leuchtenden Ge-
wändern  den  Auferstandenen  verkünden.  Wir  haben  es  im
Evangelium  gestern  Abend  in  der  Vigil  gehört.  Deshalb  tra-
gen wir Prämonstratenser einen weißen Habit und dürfen und
sollen  wie  die  Engel  am  Grab  Zeugen  des  auferstandenen
Christus sein.  
Liebe  Kandidatin  und  Kandidaten!  Wir  sind  also  Zeugen  der
Auferstehung  Jesu,  Zeugen  der  Freude,  so  heißt  es  in  unse-
rem Ordensgebet.  Insofern  würde  ich  vorschlagen,  dass  wir
nicht „Damen und Ritter vom Heiligen Grab“ heißen, sondern
„Damen  und  Ritter  von  der  Auferstehung“,  von  der
„anástasis“. Denkt daran, wenn Ihr in Zukunft Euren Ordens-
mantel anziehen werdet!

 

  • Das Jerusalemer Kreuz auf dem Mantel

Auf  unserem  Ordensmantel  tragen  wir  in  roten  Farben  das
Jerusalemer  Kreuz  –  Symbol  für  die  fünf  Wundmale  Jesu,
Symbol letztlich für das Geheimnis des Leidens.
Widerstand  und  Ergebung“,  so  schreibt  Dietrich  Bonhoeffer
kurz vor seiner Hinrichtung 1945 in Berlin/Flossenburg. Wider-
stand  und  Ergebung  kennzeichnen  das  Verhalten  Jesu  und
das Verhalten der Christen zum Kreuz.
 
Wir leisten Widerstand, indem wir Leid mildern und es aus der
Welt zu schaffen versuchen. Der Kampf gegen das vielfältige
Elend  unter  den  Menschen  entspricht  ganz  unserer  christli-
chen Berufung.
In der Ergebung aber stehen wir das Unabänderliche durch;
wir können es nicht ändern; es ist nun einmal da. Wir nehmen
das Leid an, wir nehmen es auf uns, sicher in der Hoffnung,
dass dieser Kelch an uns vorübergehen möge.  
Zum  Christsein  gehört  also  auch  die  Berufung  zum  Leiden,
zum Ertragen des Widrigen und Skandalösen in einem durch-
kreuzten  Leben.  Wer  Leid  und  Schmerz  im  Glauben  durch-
steht, aushält und bewältigt, der darf die Erfahrung machen:
Selbst das härteste Leid kann sich in Segen und Frieden ver-
wandeln.  
In jedem Leid, das uns widerfährt, steckt immer die Chance
der Verwandlung. Im Leiden wandelt sich unser Menschsein.
Wir  werden  in  mancher  Beziehung  sensibler,  vermögen  uns
besser  einzufühlen  in  jene,  die  das  gleiche  Schicksal  ereilt
hat;  wir  verstehen  den  anderen  besser  und  tiefer;  manche
kleinliche  Maßstäbe  entfallen  uns  wie  von  selbst.  Wir  leben
als Christen die compassio – Mitleid(en) – im wörtlichen Sin-
ne: Wir leiden mit anderen mit und teilen das Leid. Wir wer-
den reifer in unseren Anschauungen und freier von Vorurtei-
len.  Wir  werden  einfühlsamer  in  der  Begleitung  von  Leiden-
den und Sterbenden. Wir können besser zuhören.  
So gibt es also in unserem Leben Tore, die einzig das Leiden
öffnen kann. Leid verwandelt uns.
 
(Liebe Andächtige!  
Mit unserem weißen oder schwarzen Mantel  
1. sind wir Zeugen der Auferstehung Christi.
2.  Das Jerusalemer Kreuz auf unserem Mantel ist ein deut-
licher Hinweis, dass das Leiden zum Christsein gehört,
dass es uns verwandelt.
Somit ist der Mantel unseres Ordens Erinnerung an Tod und
Auferstehung Christi. Und so beten wir bei jeder Messe und sollten es auch jeden Tag als Morgen- oder Abendgebet
sprechen: „Deinen Tod, oh Herr, verkünden wir, und deine
Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“
Amen.)
 
Fratelli e sorelle!
Con il nostro mantello biancho o nero
1. siamo testimoni della risurrezione di Cristo.
2. La Croce di Gerusalemme sul nostro mantello è un se-
gno chiaro che la sofferenza fa parte dell’essere Cristia-
ni, che ci trasforma.
Quindi il mantello del nostro ordine è un ricordo della morte
e della risurrezione di Cristo. E così preghiamo in ogni messa
come lo dovremmo fare anche ogni giorno nella preghiera
del mattino o della sera: “Annunciamo la tua morte, Signore,
proclamiamo la tua risurrezione nell'attesa della tua venuta!”
Amen.

 

Prälat Raimund Schreier, Abt des Prämonstratenser-Chorherrenstiftes Wilten, Großprior der
Statthalterei Österreich